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Mittwoch, Februar 24th, 2010 | Author: admin

Kaum bekannt und dennoch wahr: Die erste Jeans von Levi Strauss war nicht aus Leinen sondern aus Hanf. Und auch Gutenberg schrieb die erste Bibel auf Hanfpapier.

Alle Eckdaten der Hanfnutzung hier nennen zu wollen, würde sicherlich den Rahmen sprengen, doch um die Bedeutung der Pflanze zu verstehen, muss doch schon etwas weiter ausgeholt werden.

Die ersten Aufzeichnungen über Hanf reichennämlich weit vor unsere Zeitrechnung hinaus. Die erste schriftliche Erwähnug von Hanf als Arzneimittel wurde nämlich schon 2.300 Jahre vor Christi Geburt gefunden. Als Textilien treten Hanffasern dann allerdings erst im Jahr 500 auf, als die Merowingerkönige in Hanfkleidern beerdigt wurden. 300 Jahre später macht der Preussische König Karl der Grosse das, an dem sich unsere Staatsoberhäupter ein Beispiel nehmen könnten. Er verpflichtet die Bauern per Gesetz dazu, Hanf anzubauen. Natürlich nicht ohne an seinen eigenen Vorteil zu denken, denn die Steuern konnten die Bauern nun mit Hanfsamen begleichen.
Jetzt kommt ein großer Zeitsprung. Im Mittelalter erreicht die vor 1950 Jahren in China entwickelte Methode zur Herstellung von Hanfpapier Europa und 1455 druckt Guteberg seine Bibel darauf. Im Jahr 1900 zählt Hanf-Tinktur in den Apotheken zu den meistverordneten Arzneien.

Harry S. Robins “G. Washington & T. Jefferson inspizieren ein Hanffeld, ca. 1774″

Der wohl berühmteste Schneider benutzte für seine Hosen nicht etwa ein Baumwolltuch- nein, der aus Bayern zugereiste Levi Strauss nietete Mitte des 20sten Jahrhunderst seine erste Jeans aus einem Tuch aus hundert Prozent Hanf zusammen. Eine Hose aus Baumwolle hätte als Arbeitshose die kalifornischen Goldwäscher nicht lange erfreut, denn dieser sowie kein anderer Stoff wäre der ständigen Nässe und Strapazen gewachsen gewesen. Ganz im Gegensatz dazu die Hanftextilien . Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts war Hanf, neben Flachs die verbreiteste Textilfaser der Welt. Wer bei Hanffaserprodukten jedoch nur an Seile und Wäscheleinen denkt, irrt. Hanffasern lassen sich trotz ihrer hohen Festigkeit zu weichen, glänzenden Garnen spinnen, die damals zu feinen hautfreundlichen Hemden, Unterwäsche, Tischdecken und Strümpfen verarbeitet wurden.
In einem Fachbuch von 1905 heisst es: ?Hanf bleicht weißer als Flachs oder Baumwolle und ergibt die feinsten Stoffe, von Spitzen und Feingewebe bis zu gutem Hemdenstoff. Und das weit billiger als alles andere?. In einem anderen zeitgenössischen Text heisst es zum Vergleich von Flachs und Hanf: ?Die feinste flächsene Leinwand wird niemals der aus solchem Hanf gemachten Leinwand gleichkommen. Und diese wird wenigstens dreimal so lange halten als jene.?

Leider began sich in dieser Zeit, also Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts schon die Baumwolle durchzusetzen, denn die Erfindung der Baumwoll-Maschine verdrängte alle anderen Fasern vom Feintextilmarkt. Erst Anfang der dreißiger Jahre waren die ersten modernen Hanfmaschinen einsatzbereit – zu spät. Zeitgleich wurde, ausgehend von den Vereinigten Staaten von Amerika das Hanfanbauverbot (Marijuana Tax act von 1937) in die gesamte westliche Welt getragen. Bis heute wird die eigentliche Textilpflanze Hanf deswegen nicht wieder flächendeckend und zur großen Industrieproduktion angebaut. In Osteuropa und Asien wo die Verbreitung billiger Baumwolle und noch billigerer Chemiefasern nicht flächendeckend stattfand, gibt es noch Reste einer Hanf-Textilindustrie (www.hanfhaus.de). Erst in den 90iger Jahren stieg das Interesse an Hanftextilien wieder und seit 1996 ist der Hanfanbau auch in Deutschland wieder gestattet. Vor allem der Gründung verschiedener Vereine, die sich für die Legalisierung von Hanf einsetzen und der Eröffnung verschiedener Hanfproduktionshäuser ist es zu Verdanken, dass die Nutzpflanze Hanf wieder im Gespräch ist.
Nichtsdestotrotz reichen die Verarbeitungskapazitäten in Deutschland noch nicht aus, um aus dem reinen Rohstoff feine Textilfasern herzustellen. Deshalb kommen fast alle Fasern und Garne für Hanftextilien noch immer aus Rumänien und China.

from: econautix

Mittwoch, Februar 24th, 2010 | Author: admin

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Marihuana aus der Hanf-Pflanze (auch Cannabis oder Haschisch genannt) wurde erstmals vor ca. 5000 Jahren medizinisch genutzt. Damals gab man es kranken und alten Menschen, um Schmerzen zu lindern. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es im Großteil der Welt verboten, so auch in den USA. Die American Medical Association (AMA), die konservative Vereinigung amerikanischer Ärzte pochte bisher darauf, Marihuana im sogenannten »Controlled Substances Act« in die gleiche Kategorie wie z. B. Heroin einzustufen: Hohes Suchtpotenzial und keine medizinische Wirkung.

Nun ist ein Sinneswandel in Sicht: Kürzlich hat die neue US-Regierung eine Aufweichung der harten Linie bekanntgegeben. Die AMA möchte Marihuana oder vielmehr den enthaltenen Hauptwirkstoff Tetrahydrocannabiol (THC) künftig in die gleiche Klasse wie z. B. Morphium herabstufen. Diese Substanzen beisitzen zwar ebenso ein Missbrauchspotenzial, können aber unter medizinischer Aufsicht sicher angewendet werden.

Wie kam es dazu? Die Linderung von chronischen Schmerzen (Neuropathien) bei schweren Erkrankungen (z. B. Aids, Multiple Sklerose) mit Standardmitteln, auch Opiaten, war oft ungenügend, und so sucht man schon lange nach neuen Wegen. Ein viel beachtetes Experiment publizierte Donald Abrams von der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF). Er hatte an Neuropathien leidenden Aids-Kranken Marihuana zum Rauchen gegeben – den einen mit dem Wirkstoff THC, den anderen ohne. Schon der erste Joint brachte den Nutzern des »aktiven« Marihuanas eine Linderung um bis zu 72 Prozent; die Placebo-Gruppe erreichte nur etwa 15 Prozent. Die Nebenwirkungen (Schwindel und Desorientierung) meldete nur die Gruppe mit Wirkstoff, sie wurden aber als »aus medizinischer Sicht ungefährlich« eingestuft.

Auch Folgestudien anderer Forscher unterstützen das Ergebnis. Und ein Team an der Ohio State University um den Psychologen Gary Wenk fand weiteres heraus: THC wirke auf das Gehirn entzündungshemmend und rege das Wachstum von Nervenzellen an, was die Gedächtnisleistung befördere. Untersucht wurde dies an Ratten.

Die Forscher stellten ihre Entdeckung bei einem Treffen der Society for Neuroscience in Washington vor: »Wenn wir jung sind, produziert unser Gehirn viele Neuronen, und das Gedächtnis funktioniert gut. Im Alter verlangsamt sich dieser Prozess. Doch wir brauchen diese Zellen, um auf alte Erinnerungen zurückgreifen zu können und neue zu bilden. Wir haben herausgefunden, dass der THC-artige Stoff das Zellwachstum im Hirn positiv beeinflussen kann.« Die Wissenschaftler hoffen nun, auf Grundlage ihrer Erkenntnisse ein Medikament entwickeln zu können, das vor Alzheimer schützt, eine Krankheit, die mit der Zerstörung von Hirnzellen einhergeht. Doch keine voreiligen Schlüsse: »Wir sagen natürlich nicht, dass man durch Kiffen Alzheimer vorbeugen kann. Auch wenn das tatsächlich funktionieren könnte«, so Wenk. Das Ziel der Wissenschaftler sei es, einen Stoff zu finden, der Hirnentzündungen hemmt und das Zellwachstum anregt.

Am 16. Dezember 2009 schließlich unterzeichnete Präsident Barack Obama ein Gesetz, das den Weg für die legale medizinische Verwendung von Cannabis ebnet.

Doch vielen Forschern, die sich in den letzten Jahren damit beschäftigt haben, geht das noch nicht weit genug. Wenn man Marihuana mit Alkohol vergleicht, ist Alkohol eindeutig die gefährlichere Droge. Weshalb also Cannabis verteufeln, aber fröhlich und legal Alkohol trinken? Die stets profitbesorgte Pharmaindustrie steht jedenfalls auf der anderen Seite. Denn wenn ein Kräutlein aus dem Vorgarten besser wirkt, warum sollte man da Pillen kaufen?

Ich jedenfalls besorge mir ein paar Hanfsamen, die es ganz legal als Futter auf dem Hongkonger Vogelmarkt zu kaufen gibt, und verfolge mit Spannung den weiteren Verlauf von Studien und Gesetzgebungen. Ob mein Gedächtnis davon profitiert oder ob es vorerst nur den Vögeln hilft? Wer weiß?

Quelle: neues-deutschland.de

Mittwoch, Februar 24th, 2010 | Author: admin
Von Rahel Bucher.

Der repressive Umgang mit Cannabis-Herstellern führt zum Rückzug der Hanfproduktion in den Untergrund und in Indoor-Anlagen. Präventionsfachleute finden diese Entwicklung bedenklich.

Hanffeld

Outdoor-Anlagen gibt es in der Schweiz kaum noch. Die Produktion zieht sich in den Untergrund zurück. (Franziska Scheidegger)

«Im Keller wuchs Hanf», «Hanf-Pflanzer von Kapo ertappt und angezeigt», «Razzia in Hanf-Indoor-Anlage im Emmental». So die Zeitungsschlagzeilen zu den Räumungen von Hanf-Indoor-Anlagen, welche die Berner Kantonspolizei diese Woche durchgeführt hat. Es handelt sich dabei laut Polizei um die Sicherstellung von drei professionell eingerichteter Hanf-Indoor-Anlagen auf dem Gebiet des Kantons Bern. Dabei wurden über 1750 Hanfpflanzen und die Infrastruktur der Anlagen vernichtet. Im Zusammenhang mit ihrer Ermittlungsarbeit spricht die Polizei grundsätzlich nicht von Zufall — auch nicht bei diesen Räumungen.

Etwas anders sieht das Michael Mosimann, Vorstandsmitglied der Schweizer Hanf-Koordination: «Von einer Häufung kann man noch nicht sprechen.» Das seien 3 von schweizweit schätzungsweise rund 150 000 bis 200 000 Indoor-Anlagen. Gleicher Meinung ist Rudolf Brenneisen, Pharmazieprofessor an der Universität Bern. Allerdings könnten die Sensibilität der Thematik, das Medienecho und eventuell auch die Jahreszeit erklären, wieso es zu den Räumungen gekommen sei. «Trotzdem ist das Risiko, entdeckt zu werden, beim Betreiben einer Indoor-Anlage kleiner als bei einer Outdoor-Anlage», sagt Brenneisen. «Das ist ein Katz-Maus-Spiel, das schon seit Jahren so geht», kommentiert Armin Bucher vom Team der Hanfmesse CannaTrade die Räumungen. «Für jede Indoor-Anlage, die geschlossen wird, gehen zwei neue auf».

Anbau vermehrt drinnen

Kenntnis vom Betrieb der Indoor-Anlagen hat die Polizei einerseits aufgrund der eigenen Wahrnehmung und Ermittlungen, heisst es in der Medienmitteilung der Kantonspolizei. Andererseits kämen häufig Hinweise von Bürgern hinzu. So zum Beispiel in Biglen, wo die Bevölkerung laut Polizei einen «entsprechenden Geschmack» wahrgenommen hatte. «Es gibt immer Nachbarn, die nichts Besseres zu tun haben, als Bürgerwehr zu spielen», sagt Mosimann. Daher und wegen der zunehmenden Repression sei es auch verständlich, dass der Anbau von Cannabis sich von draussen nach drinnen verlagert.

Eine Beobachtung, die Bucher bedenklich findet: «Früher wurde viel mehr draussen angebaut, doch mit der zunehmenden Repression seit 2001 werden die Anlagen nach drinnen verlegt.» Zudem führe die Repression zu einem schlechteren Angebot und steigenden Preisen auf der Strasse, sagt Brenneisen. Damit gehe die Rechnung der Produzenten wieder auf.

Ökonomisch gesehen seien Indoor-Anlagen zudem viel effizienter als Outdoor-Anlagen, sagt Brenneisen: «Die Ausbeute ist grösser, man ist nicht abhängig von den Jahreszeiten, und auch die Qualität ist in der Regel besser.» Mit der Qualität bezieht sich Brenneisen auf den THC-Gehalt. Laut einer von ihm durchgeführten Studie aus den Jahren 2002 bis 2004 (Brenneisen R. et al., Chemisches Profiling von Cannabis aus Schweizer Produktion, Universität Bern und Bundesamt für Gesundheit, 2004) hatte Indoor-Cannabis damals einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 13 Prozent, während Outdoor-Cannabis einen THC-Wert von durchschnittlich 10 Prozent aufwies. Auch die Polizei bestätigt, dass es sich bei den auf dem Schwarzmarkt befindlichen Hanfblüten um «eine gute bis sehr gute Qualität» handelt. «Die Qualität auf der Strasse ist zurzeit extrem schlecht», sagt dagegen Mosimann. Obwohl es schwierig ist, Cannabis-Produkte zu strecken, gibt es laut Mosimann vermehrt gestrecktes Gras in der Schweiz.

Voll professionelle Anlagen

Diese Entwicklungen zeigen laut Bucher, dass Repression nichts bringe. «Trotzdem gibt es noch eine halbe Million Kiffer, die rauchen wollen», sagt er. Zudem seien die zunehmende Kriminalisierung und der damit verbundene Rückzug in den Untergrund sowohl wirtschaftlich, sozial als auch ökologisch gesehen der falsche Weg, findet er. Ähnlich argumentiert Alwin Bachmann, Mitarbeiter von «Rave It Safe», einem Präventionsangebot der Suchtfachstelle Contact-Netz Bern. «Aus Präventionssicht ist der Prozess, der seit einigen Jahren abläuft, nicht gerade förderlich.» Das Angebot sei einseitig, weil kaum noch Outdoor-Gras auf dem Markt zu bekommen sei und Jugendliche zwangsmässig zu hoch dosiertem THC-Gras (siehe Kasten) greifen müssten, sagt er weiter.

Eine weitere Beobachtung bezüglich der Indoor-Produktion ist die vermehrte Professionalisierung der Anlagen, wie die Polizei und Brenneisen sagen. Dies trifft laut Polizei vor allem bei sehr grossen Anlagen zu. «Automatisch geschaltete Bewässerungs-, Beleuchtungs- und Be- bzw. Entlüftungsanlagen, teilweise sogar mit automatischer Düngerzufuhr, werden vielfach von spezialisierten Fachpersonen eingebaut», schreibt die Kantonspolizei. Der Nachteil der Indoor-Anlagen beschreibt Brenneisen wie folgt: «Sie brauchen mehr Strom und Chemie als die Produktion im Freien.» Im Moment versuchten Produzenten laut Mosimann vor allem energieeffizienter zu arbeiten, also weniger Strom zu verbrauchen. Denn zu hohe Stromrechnungen sind oft auch Anlass für Polizeivisiten.

Obwohl Produktion, Konsum und Handel von Drogen-Cannabis verboten sind, gibt es laut Brenneisen und Bucher noch genug Möglichkeiten, das nötige technische Material zum Anbau und Konsum von Cannabis zu kaufen.

Mehr kleine Indoor-Anlagen

Bezogen auf die Produktion beobachtet Mosimann eher eine Tendenz weg
von grossen Indoor-Anlagen hin zu kleinen Anlagen für die Eigenproduktion. Also auch bei der Produktion für den Eigenkonsum eine Verlagerung nach drinnen, «vom Balkon ins Zimmer», sagt er. Diese Entwicklung stellt ebenso die Kantonspolizei fest. «Cannabis-Konsumenten installieren oft kleine oder Kleinstanlagen in ihren Wohnungen», schreibt sie. Der Verband Schweizer Hanf Koordination wünscht sich nach wie vor, dass der Eigenkonsum entkriminalisiert wird und dass endlich ein Grenzwert für das Autofahren festgelegt wird.

Quelle: derbund.ch

Mittwoch, Februar 24th, 2010 | Author: admin

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New York (dpa) – Kult-Regisseur Quentin Tarantino (46) und Hollywood-Star Brad Pitt (46) rauchen ganz gerne ab und zu Marihuana – nur nicht während der Arbeit. Beide seien während der Dreharbeiten zu dem Oscar-nominierten Film «Inglourious Basterds» abstinent geblieben.

«Brad raucht nicht, wenn er schauspielert. Und ich rauche nicht, wenn ich Regie führe», verriet Tarantino der US-Tageszeitung «New York Daily News». Sein nächstes Projekt sei ein Western, kündigte der Regisseur an. «Aber statt im heutigen Texas, will ich die Handlung eher zur Zeit der Sklavenhaltung spielen lassen. Das ist das Thema, mit dem sich keiner beschäftigen will. Lass uns das doch mal beleuchten. Man kann natürlich eine schwerfällige Geschichtsstunde darüber halten, wie die Sklaven per Untergrund-Eisenbahn entkamen. Oder man kann einen aufregenden Film drehen. Einen Abenteuerfilm. Einen Spaghetti-Western, der in der Zeit spielt. Und ich würde es einen ‘Southern’ nennen», so Tarantino.

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